Schwerer Verkehrsunfall - Alarmübung des ASBÖ Wilhelmsburg
Datum: 30.09.2002 13:34:17
Thema: Übungsberichte und Ausbildung


Foto: FF WilhelmsburgAm 29.9.2002 führte die ASBÖ-Rettungsstelle Wilhelmsburg eine Alarmübung durch. Von Seiten des ASBÖ waren nur der Ausarbeiter und seine Mitarbeiter in Kenntnis, von der FF ebenfalls nur das Kommando.


Gegen 14.00 Uhr ging beim Journaldienst der Rettungsstelle die Alarmierung ein. Ein Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen in Kreisbach wurde gemeldet. Die diensthabende Besatzung rückte unverzüglich aus, eine weitere wurde sofort zur Dienststelle beordert. Beim Eintreffen zeigte sich, dass ein mit einer Person besetztes Fahrzeug in eine Fußgängergruppe gerast war. Das Fahrzeug war anschließend in den Straßengraben gefahren. Die Lenkerin sowie 4 Fußgänger waren zunächst unbestimmten Grades verletzt. Sofort wurde ein zweiter RTW angefordert.

Die Feuerwehr Wilhelmsburg rückte mit Voraus (VF), TLF-A 4000 und Rüst (RF-K) zur Unfallsstelle aus. Die Lenkerin des PKWs war im Wrack eingeklemmt - sie stand unter Schock und es bestand der Verdacht einer Wirbelsäulenverletzung.

Neben dem Fahrzeug befand sich eine Person mit Kreislaufstillstand (Puppe), eine weitere Person war bewusstlos und zeigte äußere Verletzungen. Die verbleibenden beiden Personen waren leicht verletzt.Foto: FF Wilhelmsburg
Aufgrund dieses Schadensbildes wurden der NAW des RK Lilienfeld sowie der NAW St. Pölten und ein Notarzthubschrauber angefordert. Aufgrund vorheriger Absprache mit den jeweiligen Leitstellen wurde nur der NAW Lilienfeld entsandt, dem anfordernden Sanitäter wurde mitgeteilt, dass alle anderen Notarztmittel bei einem anderen Großschadensereignis eingesetzt sind.

Die Feuerwehr stellte mit einem Pulverlöscher und einem Hochdruckstrahlrohr den Brandschutz sicher. Die Batterie des Unfallfahrzeuges wurde abgeklemmt. Voraus Wilhelmsburg nahm den hydraulischen Rettungssatz vor.

Foto: FF WilhelmsburgAufgrund der Annahme einer Wirbelsäulenverletzung wurde mit dem zuständigen Sanitäter vereinbart, zuerst einen Zugang über die Fahrertür zu schaffen, um anschließend das Dach zu entfernen. Der Patientin wurde das Ferno-KED angelegt und sie wurde mit dem Kran des Rüstfahrzeuges aus dem Fahrzeug gehoben und auf der Trage abgelegt.


Währenddessen wurden die anderen Verletzten durch den ASBÖ versorgt. Die Notärztin übernahm die Reanimation der leblosen Person, konnte jedoch nur noch den Tod feststellen. Die beiden Leichtverletzten wurden dem Feuerwehrsanitäter zur weiteren Betreuung übergeben.

Nach rund 50 Minuten war die Übung beendet. Im Zuge der Übungsbesprechung wurde festgestellt, dass die bei der letzten gemeinsamen Übung aufgedeckten Mängel, insbesondere in der Kommunikation der beiden Organisationen, bei dieser Übung nicht mehr aufgetreten sind.

Besonders hervorzuheben ist die realistische Lagedarstellung bei dieser Übung. Der PKW war realitätsgetreu vorbereitet, auf der Straße lagen Wrackteile und die Verletzten waren perfekt geschminkt.

Aktiv nahmen 7 Mitglieder des ASBÖ, 3 Personen vom NAW-Team Lilienfeld
sowie 12 Mann von der FF Wilhelmsburg teil. Weiters war die Gendarmerie mit
einem Fahrzeug anwesend.

Die Vorbereitung und Überwachung der Übung wurde durch mehrere Mitglieder
des ASBÖ Wilhelmsburg durchgeführt.







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