Einsatzübung – Kläranlage - Person in Schacht abgestürzt (xx)
Datum: 22.10.2007 19:42:52
Thema: Übungsberichte und Ausbildung


Foto: FF Gänserndorf

Ein Arbeiter stürzte bei Wartungsarbeiten am Gelände der Kläranlage Gänserndorf in einen ca. 7 Meter tiefen Schacht ab und blieb dort bewusstlos liegen. So lautete die Übungsannahme Sonntag, den 21. Oktober, für die Kräfte der Stadtfeuerwehr Gänserndorf. Dieses Übungsszenario, welches von Oberfeuerwehrmann Andreas Kubick ausgearbeitet und realitätsgetreu mittels einer 80 kg schweren Übungspuppe dargestellt wurde, stellte sich den anrückenden Einsatzkräften. Der Einsatzleiter, Hauptbrandmeister Viktor Böhm lässt nach Erkundung und eingehender Messung auf eventuell vorhandene Schadstoffe und Faulgaskonzentrationen – Methan, Schwefelwasserstoff und Kohlendioxid den Einsatzbereich mit einem inneren- und äußeren Absperrbereich absichern.

Sofort läuft die Rettungsaktion an, wobei 2 Männer mit schwerem Atemschutz zu dem Verletzten über einen Flaschenzug abgeseilt werden. Als Fixpunkt Anschlagpunkt über dem Schacht diente die Drehleiter der Stadtfeuerwehr, an der der Flaschenzug montiert wurde.

Foto: FF Gänserndorf

Nach erneuter Messung im Schacht wurde eine leichte Schadstoffkonzentration gemessen. Aufgrund der gemessenen Schadstoffkonzentration und des Zustandbildes des Verunglückten, dieser war nicht ansprechbar, ordnete der Einsatzleiter eine „Crash Rettung“ an. Mittels einer Bandschlinge um die Beine wurde der Verletzte so aus dem Schacht gezogen. Dies ist die schnellste Methode um ihn aus dem Gefahrenbereich zu befreien. Zum Abschluss wurde noch ein Rundgang in der Kläranlage gemacht, wo mit großem Interesse die prinzipiellen Abläufe und die potentiellen Gefahren durch den Klärwärter erläutert wurden.

Quelle: FF Gänserndorf





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