Verzweifelter Kampf gegen Waldrand
Datum: 25.06.2003 10:32:16
Thema: Brandeinsätze


Am Breitenberg zwischen Dornbirn und Hohenems war am Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Bis heute ist es nicht gelungen, alle Glutnester zu löschen. Die ganze Nacht auf Montag hatten Feuerwehrleute und Bergrettung gegen die Flammen im Schutzwald an extrem steilem Gelände unterhalb des Gipfels gekämpft. Am Montag schien die Gefahr gebannt zu sein. Doch am Dienstagnachmittag entflammte der Brand erneut.




Auslöser am Sonntagabend dürfte nach ersten Ermittlungen der Gendarmerie ein Sonnwendfeuer gewesen sein. Die Löscharbeiten gestalteten sich in dem unwegsamen Gelände äußerst schwierig. Zwei Hubschrauber waren im Dauereinsatz, auch zusätzliche Löschhubschrauber des Bundesheers wurden angefordert. Große Schwierigkeiten bereitet den Einsatzkräften die große Trockenheit sowie der Mangel an Löschwasser. Wegen akuten Wassermangels am Gipfel mussten die Feuerwehren von Hohenems, Götzis, Altach, Bregenz und Lustenau das Löschwasser mit Tankwagen über einen steilen Güterweg auf den Berg transportieren. Dort wurde unter schwierigsten Bedingungen eine mehr als 500 Meter lange Löschleitung zum Brandherd gelegt.





Der Waldbrand in Hohenems hält die Einsatzkräfte nach wie vor auf Trab. Noch immer gibt es teils starke Rauchentwicklung.


Den ganzen Vormittag über sind drei Hubschrauber des Bundesheers im Löscheinsatz. Derzeit sind noch rund 30 Feuerwehrmänner vor Ort. Wir flehen geradezu um ergiebige Niederschläge und ein Ende der Hitzewelle, so Bezirkskommandant Martin Alfare. Um 13 Uhr 30 wird in Hohenems in einer Besprechung über das weitere Vorgehen entschieden.



Auch im Bezirk Bludenz brannte der Wald. Grund dafür dürften auch Überreste eines Sonnwendfeuers gewesen sein. Dort kam es gestern im Gebiet des Davennakopfes zu einem Flächenbrand. Bei den Löscharbeiten waren rund 30 Feuerwehrleute und zwei Hubschrauber im Einsatz. Der Brand war gegen 18 Uhr gelöscht.
Ansonst sind fast alle Tankwagen im Lande, die nicht für den Waldbrand benötigt werde, dabei die höher gelegenen Orte mit Trinkwasser zu versorgen. Alles wartet auf die versprochenen Regenfälle.







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