Deutschland: Waldbrände im Osten: THW-Kräfte weiter gefordert (xx)
Bonn, 08.07.2025. Seit vergangener Woche bekämpfen Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk (THW) die Waldbrände in Thüringen und Sachsen. Am heutigen Dienstag verschaffte sich THW-Präsidentin Sabine Lackner persönlich ein Bild von der Lage und besuchte den Bereitstellungsraum und die Einsatzstelle im sächsischen Gohrischheide. „Ich bin tief beeindruckt vom Engagement und der Ausdauer unserer Einsatzkräfte – sie leisten hier Außergewöhnliches unter schwierigsten Bedingungen“, erklärt THW-Präsidentin Sabine Lackner.
Die verheerenden Waldbrände in der Gohrischheide in Sachsen und im thüringischen Gösselsdorf fordern den unermüdlichen Einsatz von mehr als 300 THW-Kräften. THW-Präsidentin Sabine Lackner besuchte heute als erste Station den Bereitstellungsraum im sächsischen Zeithain, um sich ein genaues Bild von der Lage zu machen. Auch bedankten sie sich bei den Einsatzkräften für ihre hohe Einsatzbereitschaft und Professionalität. Bereitstellungsräume sind für lang andauernde Einsätze geplant und bieten neben einer Führungsstelle unter anderem Verpflegungsstelle, Sanitäranlagen und Werkstätten.
Diverse Fachkompetenzen gefordert
Zweite Station war die Einsatzstelle in Gohrischheide, nur drei Kilometer Luftlinie vom Bereitstellungsraum entfernt. Im Rahmen der großflächigen Waldbrände übernimmt das THW eine Vielzahl zentraler Aufgaben zur Unterstützung der Brandbekämpfung. Dazu zählt insbesondere die Sicherstellung der Löschwasserversorgung durch leistungsfähige Pumpensysteme, kilometerlange Schlauchleitungen und mobile Wasserbehälter. Im Einsatzgebiet in der Gohrischheide pumpen THW-Kräfte Wasser aus einer Kiesgrube und befördern es über eine 2,5 Kilometer lange Schlauchstrecke. Auf dieser Strecke befinden sich Wasserblasen, aus denen die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wasser für Löscharbeiten entnehmen können. Dafür nutzen sie unter anderem Großpumpen mit einer Förderleistung von bis zu 25.000 Litern pro Minute.
Darüber hinaus übernahmen die THW-Kräfte die Lageerkundung aus der Luft mittels Drohnen. Diese ermöglicht eine präzise Einschätzung der Brandausbreitung und unterstützt die Einsatzleitung bei taktischen Entscheidungen. Weitere Aufgaben sind die Kraftstofflogistik, der Transport von Einsatzmaterial, das Ausleuchten von Einsatzstellen, die Fachberatung vor Ort sowie das Absichern gefährdeter Bereiche – insbesondere in munitionsbelastetem Gelände.
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