Brand im Abfallverwertungszentrum Rumpold in Unterpremstätten
Datum: 14.02.2004 07:43:23
Thema: Brandeinsätze


FOTO:BFV GU

Am Freitag, dem 13. Februar 2004 sah ein Autolenker, welcher auf der Südautobahn unterwegs war, das es in einer Betriebsanlage neben der Autobahn brennt. Schnell griff er zum Handy und alarmierte über Notruf 122 die Feuerwehr. Gleichzeitig ging in der Bezirksalarmzentrale Florian Graz-Umgebung ein Telenotalarm der Firma Rumpold AG aus Unterpremstätten ein. Die dortige Brandmeldeanlage hat kurz nach 18.30 Uhr angesprochen und eine automatische Brandmeldung in die Zentrale nach Raaba geleitet, worauf die zuständige Feuerwehr Unterpremstätten mittels Sirene alarmiert wurde.

Um 18.35 rückte die FF Unterpremstätten mit ihrem RLFA-2000, KLF und MTF zum Einsatzort aus. Nach dem Eintreffen am Schadensort und der Erkundung durch Einsatzleiter BM Alois Zmugg, wurde festgestellt, dass die Meter hohen Flammen in der gedeckten Koje, wo die Sonderabfälle gelagert sind von der Ortsfeuerwehr alleine nicht gelöscht werden können. Unverzüglich wurden die Feuerwehren Seiersberg, Pirka-Windorf und Zettling zur Unterstützung der Löscharbeiten angefordert.

Die eingesetzten Mannschaften führten anfangs mit HD-Rohren einen umfassenden Außenangriff durch. Weiters wurde vom ostwärts liegenden, jedoch zugefrorenen, Löschteich eine Zubringleitung für die Löschwasserversorgung gelegt. Die Brandbekämpfung musste zwischendurch auch mit 1 C-Mittelschaumrohr und in weiterer Folge mit 2 weiteren C-Rohren durchgeführt werden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung setzte man drei Drucklüfter ein, um die Rauchentwicklung in die vom Einsatzgeschehen abgewandte Seite zu drücken. Damit die Löscharbeiten auch effizient und rascher vor sich gingen, wurde ein Radlader, gelenkt von einem Feuerwehrmann, zur Trennung des Sondermüllhaufens eingesetzt.

Die Verhinderung des Übergreifens der Flammen auf andere in der unmittelbaren Nähe gelagerten Problemstoffe konnte von der Feuerwehr verhindert werden. Das kontaminierte Löschwasser wurde vom firmeneigenen Kanalsystem aufgefangen, im Schmutzwasser-Sammelbecken gesammelt und wird innerbetrieblich gereinigt. Durch gezieltes Vorgehen der jeweiligen Löschmannschaften konnte man eine Umweltgefährdung abwenden, dies wurde auch von der zuständigen Referentin der Bezirkshauptmannschaft Graz-Umgebung kontrolliert und überwacht.

Nach 2 ½ Stunden gab Einsatzleiter BM Alois Zmugg "Brand aus". Zu diesem Zeitpunkt war die Brandursache noch nicht geklärt, wobei die Gendarmerie und die jeweiligen Sachverständiger, sowie Betriebsangehörige ihre Ermittlungsarbeiten schon aufgenommen haben. Alles im allen beträgt laut Schätzungen der Sachschaden rund 200.000 Euro, wobei der gerettete Wert (Sachen, Geräte, Gebäude und Umwelt) weit über 5 Millionen Euro liegt.

Eingesetzt waren:
FF Unterpremstätten, FF Seiersberg, FF Pirka-Windorf und FF Zettling mit 52 Mann und 7 Fahrzeugen






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