Heißausbildung bei Erha-Tec in Deutschland (xxx)
Datum: 14.06.2011 11:24:04
Thema: Übungsberichte und Ausbildung


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Von 11. bis 12. Juni 2011 absolvierte eine österreichische Delegation eine Heißausbildung bei der Firma Erha-Tec in Deutschland. Organisiert wurde das Ausbildungswochenende von Christoph Gruber (FF Krems/Donau) mit einem 14-köpfigen Teilnehmerfeld und 11 Trainern aus allen Teilen Österreichs.


Die Firma Erha-Tec bietet spezielle Kurse an, die darauf abzielen, Atemschutzgeräteträger für die gefährlichste Tätigkeit im Feuerwehrdienst fit zu machen. Ausgebildet werden die wichtigsten Elemente für den Innenangriff in Brandobjekten, nämlich das Lesen von Rauch, das Reagieren auf Erscheinungen im Innenangriff und die richtige Brandbekämpfung. Diese feststoffbefeuerte Anlage befindet sich auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen (Baden-Württemberg).

Nach der Begrüßung und Vorstellung des Trainerteams begann der erste Tag mit einer kurzen theoretischen Einheit und der Sicherheitseinweisung. Anschließend ging es schon los mit dem ersten Durchgang im offenen Brandsystem. Dabei konnte man den Brandverlauf und dessen Ausbreitung, die Hitzeentwicklung sowie das Ausgasen der Feststoffe (Pyrolysegase) im Brandraum hautnah miterleben. Der Höhepunkt dieser Anlage war der Flash-Over. Im weiteren Tagesverlauf wurde ein intensives Strahlrohrtraining durchgeführt, das im zweiten Durchgang des offenen Systems von jedem Einzelnen praktisch angewendet werden musste.

Der zweite Tag startete mit zwei Einheiten in der Rauchdurchzündungsanlage (RDA). Der Unterschied zum Container des Vortages lag darin, dass dieser aus 2 Teilen bestand, und der eigentliche Brandraum vom Rest des Containers durch eine Tür getrennt war. In der RDA wurde besonderes Augenmerk auf das Lesen des Rauches sowie auf das richtige Arbeiten mit dem Strahlrohr gelegt. Nach dem Erleben von einigen Rauchdurchzündungen wurde das Blocken dieser Flammenwalzen gedrillt.

Bei diesen Durchgängen wurde knapp an die Grenzen der persönlichen Schutzausrüstung und der körperlichen Belastung gearbeitet. Das Ziel dieser Belastung bestand darin, den Teilnehmern die Grenze im Innenangriff zu zeigen, an welcher der Rückzug angetreten werden muss.

Auch an diesem Tag wurde ein intensives Strahlrohrtraining absolviert und um einige Techniken erweitert. Nach dem Mittagessen ging es mit einer Backdraft-Vorführung weiter. Dabei wird die geschlossene Tür eines Brandraumes erst nach einiger Zeit geöffnet. Durch die abrupte Zufuhr von Sauerstoff kommt es zur Vermischung mit den brennbaren Pyrolysegasen und nach wenigen Augenblicken zur Rauchgasexplosion (Backdraft).

Abschluss des Ausbildungswochenendes bildete eine verlängerte Angriffsübung, bei der ein 2er ATS-Trupp alle zuvor erlernten Taktiken und Techniken vom Türöffnungsprozedere bis zur Brandbekämpfung umsetzen musste.

Nach einer genauen Nachbesprechung mit den sichtlich erschöpften Firefightern konnte die Heimreise wieder angetreten werden.

Weitere Fotos finden Sie auf der Website der FF Kleinhöflein:
http://www.ff-kleinhoeflein.at/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=702:heissausbildung-in-deutschland&catid=83:news-2011&Itemid=143
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Quelle und Bilder: FF Kleinhoeflein, Martin Kirchknopf






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