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1. wax.at Kamingespräch
LFS Tulln, 26.1. 2007



Auf Einladung des Landeskommandanten von Niederösterreich LBD Josef Buchta fand am Freitag dem 26.1 2007 in der Landesfeuerwehrschule in Tulln ein Gespräch zwischen der Foren-Comunity und den Mitgliedern des Landesfeuerwehrrates sowie der Schulleitung statt. Immer wieder werden in unsern Foren diverse Themen sehr kontrovers Beleuchtet. Leider gehen einige unserer User nicht immer Sachlich an die Themen heran. Dieses Gespräch sollte im gemütlichen Rahmen ein Gegenseitiges Kennen lernen und Verstehen ermöglichen. Die Kameradschaftliche Atmosphäre wurde dem Namen „Kamingespräch“ gerecht.



Beginn 18:45 Uhr

Anwesend:
LBD KR Josef Buchta, LBDSTV Armin Blutsch;
LFR Heinrich Bauer(BFKDT Korneuburg), LFR Dietmar Fahrafellner(BFKDT St.Pölten), LFR Walter Harrauer(BFKDT Krems), LFR Franz Koternetz(BFKDT Mödling), LFR Peter Ohniwas(BFKDT Wien-Umgebung), OBR Josef Thallauer(BFKDT Tulln), LFR Helmut Warta(BFKDT Lilienfeld);

Mag. Thomas Neuhauser(Pressesprecher Nö LFV), OBI Gerhard Sonnberger(Nö LFKDO);
OBR Ing. Friedrich Eigenschink(Leiter NöLFWS), ABI Franz Rothbauer(Ausbildungsleiter NöLFWS);

Klaus Pollak(PR-Berater, Krisenkommunikation Nö Landesregierung);

chris, daandi, feuerwerker, fire122, freili, grisu1712, gruch, kern_hannes, loeschindschenaer, schmiddy, wax, pauly hackner, gerhard kurian(dobersberg), markus wagner(dobersberg),

Kamingespräch
LBD Josef Buchta begrüßt die wax.at User, die NöLFWS und den Landesfeuerwehrrat.
In seinen einleitenden Worten stellt er kurz sein Konzept und seine Ideen vor. Er will samt dem Landesfeuerwehrrat ein Dienstleister sein. Gibt zu beim ersten Gespräch mit Walter Halbwax(wax) leicht verärgert gewesen zu sein, hat aber mittlerweile gelernt mit den Meinungen im Internet umzugehen, will Dinge nicht negativ aufzeigen sondern einen gemeinsamen Weg einschlagen.
Die „Feuerwehrfamilie“ soll leben lernen, über ganz Österreich verteilt, kommen doch viele, auch für die Zukunft sinnvolle Tätigkeiten auf uns zu.

Die Allgemeine Berichterstattung kritisiert Buchta auch zum Teil.

Weiters stimmt es ihn traurig, dass Dienstanweisungen verrissen werden, noch bevor sie offiziell heraussen sind. Es allen recht zu tun ist eine Kunst, die niemand kann.
Aber gemeinsam besteht die Möglichkeit es richtig zu machen.

Es sind Gespräche zu führen um gemeinsame Ziele zu erkennen und verfolgen zu können.

Er freut sich über den ersten Besuch von wax.at, der Erfahrungsaustausch hier soll beibehalten werden.
Ebenso war Buchta nicht erfreut über die Meldungen im Forum über den neuen Pressesprecher im Verband, Thomas Neuhauser.
Er (Buchta) ist glücklicher Opa und hat durch sein Enkelkind gelernt, dass man in gewissen Bereichen umdenken muss und dass es wichtig sei, auf andere Menschen ein-und zuzugehen.
Man muss nicht 5 Schritte entgegen gehen, es reichen 3 Schritte wenn der andere auch entgegenkommt, so trifft man sich in der Mitte.

Es ist ein Verstehen des miteinander und füreinander, nur gemeinsam ist die Feuerwehr stark, nur wird leider oft vergessen sich richtig zu verhalten.


Nach den einleitenden Worten folgt eine kurze Vorstellungsrunde der Teilnehmer.

Walter „wax“ Halbwax beginnt die Vorstellungsrunde. Er erzählt kurz über den Beginn des Portal www.wax.at. Es ist eigentlich zufällig entstanden, nach der Registrierung der Domain und ersten Versuchen mit verschiedenen HTML Seiten installierte er das erste Nuke-System. Von nun an kamen immer mehr Benutzer auf die Seite und nützen das Angebot von aktuellen Nachrichten. Die Plattform besteht nun seit mehr als 5 Jahren, das Forum existiert in der jetzigen Form seit rund 4 Jahren.

LFR Dietmar Fahrafellner bezeichnet sich in der Vorstellungsrunde, da er der jüngste im LFR ist, gerne als Hecht im Karpfenteich.

ABI Josef Rothbauer meint, dass Ideen umzusetzen wären.

OBR Friedrich Eigenschink schließlich stellt neben sich auch kurz die Neue Landesfeuerwehrschule vor. Es steht viel know-how in der neuen Anlage, ebenso in den Mitarbeitern. Es ist die neueste und modernste Einrichtung dieser Art in Europa. Bis jetzt kam fast nur gutes Feedback und es gibt ebenso laufende Verbesserungen.

Mit 19:05 Uhr startet das eigentliche Kamingespräch mit einer offenen und lockeren Diskussionsrunde

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LBD Josef Buchta legt noch kurz die Regeln fest und gibt letzte grundlegende Informationen:
Es möchte den Teilnehmern des Kamingespräches eines mitgeben, dass keine Angst voreinander nötig sei. Es sind alle freiwillig nur sind die Ideen unterschiedlich.
Ebenso erteilt er eine Bitte zur Dienstanweisung 1-5-3 in bildlicher Form. Der Bildkatalog soll zeigen wir sehen wir aus bzw. wie sollen wir aussehen, sie soll aber niemanden etwas aufzwingen, da bestehende Kleidungsstücke aufgetragen werden können. Wichtig ist das gemeinsame Verhalten.
Die neue DA soll eine Ruhe in die Bekleidungsdiskussion bringen, immer wieder erwähnt Buchta, dass es die letzte Änderung in der Funktionsperiode sein soll. Die neue blaue Dienstbekleidung ist im Rest des Staates nicht sonderlich beliebt. Große Ideen zur DA wurden in der LFS geboren, jeder hatte seine eigenen Wünsche, die Dienstbekleidung wurde zum Teil von den Steirern „abgeschaut“. Niemand verdient an der neuen DA, Firmen sind hingegen sehr nachtragend.
Buchta wirft auch ein, dass er nicht erfreut war, dass die neue DA bereits vor ihrem Erscheinen „durch das Rollo gezogen wurde“.
Weiters erwähnt er, dass ihm der Dienstgrad eines Feuerwehrmitglieds weniger wichtig sei, als dessen Einsatz für die Feuerwehr, „Die Zukunft der Feuerwehr ist es, mit den anderen Rettungsdiensten das Reden zu lernen, auch mit der Feuerwehrschule“
Keine Angst das LFK haut nicht aufs Auge wenn es darum geht gerecht zu sein.
Entscheidungen wären mitzutragen, die alte DB kann aufgetragen werden. Auch in seiner Heimatgemeinde(Rabensburg) wird versucht die neue Dienstbekleidung anzuschaffen. Die Mannschaft steht dahinter, denn gemeinsam sind wir stark.


wax:
Jeder tut sich leicht etwas zu hören und gleich dazu etwas zu sagen, doch ohne DA sind Veränderungen schwer zu begründen
Das Hauptproblem war hier, das zu viel Info zu früh „draussen“ war, Angst dass etwas Furchtbares kommt, die DA wurde geradezu sehnsüchtig erwartet.

loeschindschenaer:
Es wurde bei der DA 1-5-3 eine Standardisierung erwartet, man hört etwas aber keiner hinterfrägt. 3 Instanzen sind 3 Meinungen. Alte Strukturen/Instanzenweg ist anders als der Weg in den neuen Medien.
Kamingespräch für ihn unerwartet. „Hut ab!“

LBD Josef Buchta:
Jeder Landesfeuerwehrverband hat seine eigenen Ideen, die LFS hat sich eingebracht. Sie will Dienstleister für die Feuerwehrensein, für Fragen sind die gewählten Funktionäre da. Reden kann man immer, die „Mauerbarriere gehört überklettert“.
Die Forumskultur kommt ihm zum Teil so vor: „Jeder hört ein bisschen was, aber keiner alles“, ebenso vergleicht er das Ganze mit dem „Buschtelefon“.

fire122:
Viele Gespräche sind viele Schnittpunkte, jede Feuerwehr kommt anders daher(vor allem in der LFS), eigene Meinung dazu aber keine offizielle Meinung im Forum.
Das ganze erhielt eine „Eigendynamik“, vergleichbar mit einem Bereitschaftsraumgespräch.

LBD Josef Buchta:
Offizielle Stellungnahme wäre anzufordern. Die Truppe erledigt die Arbeit, viele Diskussionen untereinander(im LFR) zur DA 1-5-3. Im neuen Brandaus sollen wir „miteinander lesen können“. Weiter legt Buchta darauf Wert darauf, dass das Dienstverhältnis mit Jörg Würzelberger einvernehmlich gelöst wurde. Es gab keine persönlichen Probleme mit Würzelberger. Würzelberger+Spitzbart haben diese Woche ihr neues Projekt vorgestellt, er wünscht den beiden den besten Erfolg, es war ein gutes Auseinandergehen. Prinzipiell stehen die beiden bei Bedarf zu Verfügung.
Er will das Feuerwehrwesen verbessern.


Mag. Thomas Neuhauser:
Im Neuen Brandaus kommt eine Kolumne „Frage den LBD“, hier sollen und können solche Probleme gelöst werden. Wichtige Dinge sind hier zu beachten. Es wird auch darüber nachgedacht einen Runden Tisch einzuführen mit Experten. Brandaus soll als Kommunikationsorgan aufgebaut werden.
gruch:
Die Interne ÖA wäre zu verbessern, wie die DA heraus kam war die Diskussion plötzlich eine anderen.
Kritisiert aber das 2/3 der DA Dienstbekleidung betrifft und nicht einmal 1/3 die Einsatzbekleidung

LBDTSV Armin Blutsch:
Er findet die DA sehr offen, viele Informationen enthalten. Es ist die erste DA die so aussieht, gibt aber zu bedenken dass es 1 Werk für ganz NÖ ist, was einen großen Kompromiss darstellt. Es wurde Niederösterreich weit behandelt und viel zusammengefasst, will wie Buchta in der Funktionsperiode keine Änderung mehr.
Die Einsatzbekleidung wurde übe die ÖBFV Richtlinien KS-03 und KS-04 definiert, da dies bundeseinheitlicher Standard sein sollte.
Es soll keiner beleidigt sein, jeder soll alles finden aber die Uniform soll in eine bestimmte Richtung gehen, gerade die Funktionäre auf Abschnitts und Bezirksebene müssen immer wieder fürchterliche Sachen bei der Uniform sehen. Das Bewusstsein für die Uniform soll gestärkt werden.
Als Beispiel nannte er, das der Atemschutztrupp mit der kurzen Hose im Innenangriff leider kaum verhindert werden kann, die DA aber ein wichtiger Schritt dagegen ist.
Weiters wird es demnächst eine Änderungen bei dem ÖBFV Richtlinien für die Einsatzbekleidung kommen.

LFR Helmut Warta:
Er bezeichnet sich als aufmerksamen Leser, da sehr viele Poster aus seinem Bezirk kommen, wirft ein dass im LFR keine Unmenschen sind.
Er sieht viele Sachen kritischer, weiß aber das es um den einzelnen Menschen geht. Wir sind alle da um im Einsatz zu Hilfe zu eilen, es gibt super Beiträge(z.b. des Users EL), die auch eine zweite Seite beleuchten.
Er ist jetzt 22 Jahre BFKDT und gibt allen zu bedenken das man mitunter eine Nacht drüber schlafen soll.
Große Sorgen bereitet ihm aber der Faktor, dass sich etliche Beiträge „an Messers Schneide“ abspielen. Als ehemaliger Gendarmeriebeamter hat er Angst das Beiträge als „üble Nachrede“ oder Unterstellung aufgefasst werden.-Dies kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Er ist bereit sich allem zu stellen, war weniger erfreut um die Diskussion um die KAT-Medaillen. Hohe Stellen haben hier verhindert das die „Schneeschaufler“ eine Auszeichnung erhalten, hier muss er die Anträge der Feuerwehr als Bezirkskommandant unterstützen. Hinter der Kulisse wurde das Schneeschaufeln nach langem hin-und her als Katastrophe anerkannt, die Anerkennung der Helfer lässt aber zu wünschen über


Walter Halbwax(wax) meldet sich kurz zu Wort und erklärt das geplante Verwarn-und Frühwarnsystem im Forum.

kern_hannes:
Er meint das vielen nicht bewusst ist, dass hier ein „Stammtischgespräch“ öffentlich und schriftlich nachlesbar geführt wird. Hier müsste man einigen auf die Zehen steigen. kern_hannes stellt die Frage in den Raum wie man diese Faktoren der Üblen Nachrede den Menschen bewusst macht, ebenso das Problem der Kontrolle.

fire122:
viele Berichte werden emotionell geschrieben, kurz warten würde mitunter helfen. Ebenso kristallisieren sich bei vielen Usern gewisse Fachbereiche heraus.

LBDSTV Armin Blutsch:
Die Beiträge können befruchtend sein, man kann aber beim Posten nicht an alles denken, die Foren werden auch von anderen(Politik, Land, Gemeinde) gelesen. Die negativen Postings können dem Ganzen System auf den Kopf fallen.
Es tut ihm weh das sich viele Schreiber vor dem Verfassen eines Beitrage nicht informieren, damit wird ein großer Blödsinn geschrieben, über Sachen die eindeutig schriftlich geregelt sind.
Es würde über Spielregeln zu diskutieren gehören.

feuerwerker:
Viele Fragen wären unnötig, das Problem hier ist der oftmals fehlende Ansprechpartner. Fragende werden ignoriert, junge wachen mit den Medien auf, posten drauflos ohne an die Konsequenzen zu denken.

LBD Josef Buchta:
Er ist besorgt das gerade konträre Artikel während der Arbeitszeit verfasst werden. Er sieht viele frustrierte/gekränkte Feuerwehrmitglieder hinter den Postings. Hier werden Gefühle miteingebaut, sie sind zwar interessiert aber sind verärgert und frustriert.
Er ist stolz auf die neue Feuerwehrschule und das Modulsystem, die fachliche Ausbildung steht an erster Stelle.
Bei einer Tagung in der NöLFWS wurde besprochen, die Ausbildung der Feuerwehrmitglieder auf der Ebene Österreich zu vereinheitlichen und zu zertifizieren. 90 Ausbilder trafen sich dazu in Tulln an der Donau. Bei der letzten Konferenz der Landesfeuerwehrkommandanten in Salzburg wurde beschlossen, eine Zertifizierung der LFS bis 2009 als Ziel zu setzen.
Buchta selbst kommt aus der Wirtschaft. Er hört von vielen was schlecht ist, alles kann man lernen, aber man soll niemand etwas auswischen.

chris:
Er spricht die interne Kommunikation an. So wie der Stammtisch in der Feuerwehr, vermisst er die interne ÖA innerhalb des Feuerwehrverbandes. Es herrscht eine Art stille Post System.
Er nennt als Beispiel dazu die Eröffnung der NöLFWS, wo hier sehr viel über die neue Dienstbekleidung der Schulmitarbeiter negativ geredet wurde. Problem hier war die mangelnde Information im Vorfeld, mit der Info hätte man einige Gerüchte abschwächen können.(z.b. wir testen jetzt eine neue Dienstbekleidung)



LBD Josef Buchta:
Im konkreten Fall(neue Dienstkleidung der Bediensteten der LFWS) nimmt er die Schuld ganz auf sich. Die Schule wollte eine DB ähnlich der Kleidung des Österreichischen Bundesheeres, er selbst habe die Bekleidung sogar angezogen.
Sie gefiel ihm, er hatte diese Idee mitgetragen. Sofort abgestellt wurden aber die neuen Dienstgrade des Versorgungsdienstes(Bierkrügerl auf Spiegel).
Nun wurde die DA 1-5-3a kreiert. Diese regelt die Dienstbekleidung der Bediensteten. Der neue Pressesprecher erhielt einen eigenen Dienstgrad – den eines Landessachbearbeiters (ABI mit Flammenrad).
Im LFK selbst wurde eine Teilung zwischen Verwaltungs- und Roten Dienstgraden geschaffen. OBR Ing. Friedrich Eigenschink:
Eigenschink geht im Anfang auf die von feuerwerker eingeworfene Idee des „Ganzjahresplanes“ ein.
Er erzählt das die Teilung des Schuljahres aus der Geschichte heraus entstanden ist(gibt es seit rund 20 Jahren). Ein Jahresprogramm wäre für viele leichter zu planen.
Er spricht auch das Informationsdefizit bei den Anmeldungen der Lehrgänge an. Hier hieß es zum Teil das Anmeldungen nur mehr über FDISK möglich wären.-Stimmt nicht.
Sie sind daran ein noch faireres System zu entwickeln, prinzipiell werden Mitglieder die Module für die Erfüllung ihrer Pflichten benötigen bevorzugt. Ebenso gibt es die Warteliste für kurzfristiges einspringen.
Die Feuerwehrschule plant für das zweite Halbjahr 2007 und für das Jahr 2008 mehr Praxismodule, da mit dem neuen Übungsdorf die Möglichkeiten da sind.
Im Jahr 2006 waren trotz des Umzuges, wo die Feuerwehrschule 3 Monate still stand, 1000Teilnehmer mehr als 2005 zu verzeichnen. Es waren in Summe 14900 Teilnehmer bei 390 Lehrveranstaltungen.
Diese stetige Steigerung wird aber kaum weiter anhalten. Rund 35.000 Manntage wären dies, der durchschnittliche Besucher bleibt 2,2 Tage.
Er sprach davon das er durch das Kamingespräch etliche gute Ideen mitbekommen hat, die Ideen gehören entwickelt und ebenso wurde angedacht in Verbindung mit dem Ganzjahresprogramm ¼ jährliche Stichtage zur Anmeldung freizugeben.




LBDTSV Armin Blutsch:
Er griff die Idee einer Art Intranet über die Homepage des LFV auf, mit Benutzerregelung über die FDISK Accounts.
Hier muss zuerst mal die theoretische Möglichkeit abgefragt werden, weiters kann bei technischer Realisierbarkeit nicht jeder auf alles Zugriff haben.

fire122 warf ein das es nur positiv sein kann, Entscheidungen nachlesbar machen zu können(warum/weshalb ist etwas so)

LBD Josef Buchta:
Er lobte die Aktualität der neuen Homepage, es werden auch im Brandaus künftig wieder Beschlüsse veröffentlicht werden. Alte Mitglieder sprachen ihn oft darauf an, das Brandaus für sie „lesbarer“ sein sollte und sie sich wie früher wieder mehr Information von Seiten des Verbandes im Heft wünschen. Es wird dahingehend auch Bezirksredakteure geben.
Ebenso traf es ihn, dass ihm unterstellt wurde den KHD „umzubringen“.
Er war im letzten Jahr bei vielen Übungen und Schulungen dabei und konnte überall positives Feedback mitnehmen.
Es wurde bereits vieles geschafft aber viele schwere Hindernisse liegen noch vor ihm.



LBDSTV Armin Blutsch:
Es gibt Barrieren für die Information/Kommunikation nicht alles kommt dort hin, wo es hin soll(z.b. KDT sperrt Aussendungen in sein Nachtkästchen)

LFR Heinrich Bauer:
Er warf ein, dass zwar wunderbar alles schriftlich kommuniziert wird, wir aber alle das nicht oder nicht genau lesen.
Es ist vermutlich besser im Rahmen der Übung alles zu erzählen als etwas auszuhängen. Auch werden „Bereitschaftsraumdiskussionen“ schon in das Internet verlagert statt dass man das gleich in der Feuerwehr erzählt.

Klaus Pollak, PR-Berater
Er lobte die Feuerwehr allgemein als Vorbildfunktion für die Gesellschaft, nur gerät diese Vorbildfunktion leider immer mehr aus den Augen. Unter dem Deckmantel der Anonymität im Internet werden Dinge verbreitet die unwahr und nicht sinnvoll sind.
Er gibt zu bedenken das viel mehr Leute, als wir glauben das mitlesen und Diskussionen mit unwahren Inhalt im schlimmsten Fall gegen das Feuerwehrwesen an sich gerichtet werden können.
Wir sollen alle miteinander die soziale Kompetenz vorleben.

LFR Helmut Warta:
Den Aspekt der Auflösung von Feuerwehren im Internet zu beleuchten hält er für ganz schlecht. Ein „schlechtmachen“ ist nie gut, ebenso ein verstärktes „Kostendenken“. Die Politik liest mit.
Es ist viel besser das Potential dahingehend auszubauen, dass wir gemeinsam stark sind. Warta erinnerte ebenso an die Katastrophen der letzten Monate und Jahre wo auch einsatzschwächere Feuerwehren viel zum Gelingen der Einsätze beigetragen haben.

LFR Heinrich Bauer:
Löst man in einer kleinen Ortschaft die Feuerwehr auf, so wird sich das „Sicherheitsdenken“ in den nächsten Jahren dezimieren. Gerade dort ist aus jedem Haus jemand dabei, in die „größere“ Nachbarfeuerwehr werden aber die wenigsten wechseln. Er geht im Ansatz mit Pollak konform.

Allgemeine offene Diskussionsrunde zum Thema Tageseinsatzbereitschaft und Strukturproblemen.
Wichtige Kernaussage des LBD und LBDSTV: Die „Mein Feuer“-Mentalität hat heutzutage nichts mehr zu suchen im Feuerwehrwesen.

Es wurde kurz, durch die FS Ausbildung in der LFS aufkeimende Frage, der Berufskraftfahrerregelung ab 2009 eingeworfen. Hier kam es zu keinem Ergebnis.
Als Gegenaussage kam, das die 300.000 Feuerwehrleute in Österreich sehrwohl eine Lobby darstellen und somit die Angst vermutlich unbegründet ist. Die FS Ausbildung in der LFS ist bis dato ein Erfolg.
Und viele beneiden Österreich um ihr flächendeckendes Sicherheitssystem.
loeschindschenaer:
geht kurz auf die soziale Kompetenz der Feuerwehren ein. Hat selbst aber das Problem dass das BFKDO nicht zuhören kann oder will. Blutsch wirft ein das sich solche Probleme über kurz oder lang biologisch lösen werden. Weiters ist die Frage ob wir unsere Lobby wirklich richtig nützen, welchen Wert hat sie wirklich? Er reisst auch kurz den Unterschied „kleine“ und „große“ FF an. Und schlägt in diese Kerbe ob „größere“ Feuerwehren nicht öfters ein Eingeständnis Problem haben(d.h. eine „kleine“ FF holt eher Unterstützung als die „große“ Stadtfeuerwehr).
Er hat auch das Gefühl dass viele „gegen die Türe rennen“.

LBD Josef Buchta:
Erwähnt, dass im Bereich der Mindestausrüstungsverordnung Änderungen angedacht sind. Wir müssen überlegen lernen was wir brauchen. Nicht jeder braucht ein RLF/SRF aber das notwendige Gerät muss vorhanden sein. Sorgen bereitet ihm die Tatsache, dass immer noch weiße Flecken in Punkto Ausrüstung in Niederösterreich existieren. In Fragen der finanziellen Seiten müssen aber die Kommunen eingebundne werden.
Es gehören überregionale Konzepte her, wo auch die kleinste Feuerwehr miteingebunden gehört. Das Team des LBD wurde für Solchen Ideen aber bereits geschimpft.
Die Idee eines zweiten Kamingespräches wird in den Raum gestellt.

LBDSTV Armin Blutsch:
„Wenn wir Dinge gemeinsam wollen, müssen wir gemeinsam dahinter sein!“
Für ihn sind auch Feuerwehren mit nur einem Einsatz im Jahr wichtig, zur Unterstützung für anderen Feuerwehr oder aber auch wenn im eigenen Ort etwas ist.
Die Umstrukturierung wird intern schon angegriffen, hier muss man aber sehr behutsam vorgehen, wichtig ist hier keine Gerüchte zu verbreiten.
Die Zusammenarbeit muss verstärkt werden, es muss Regionalkonzepte geben und eine gezielte Basis.

LFR Helmut Warta:
Für ihn sind die Feuerwehrfeste wichtig. Er selbst war 1997 mit im Parlament um die Standpunkte der Feuerwehr darzubringen. Viele haben damals „Haare lassen“ müssen. Andere Vereine und Institutionen haben in unserem Fahrwasser auch Ihre Feste rechtliche anders stellen lassen.
Wichtig ist aber, das diese Gesetzte auch penibel eingehalten werden es kann nicht sein, dass andere Vereine 5 Tage Feste machen und die Feuerwehren dann den schwarzen Peter zugespielt bekommen.

LFR Heinrich Bauer:
Er ist selber seit langer Zeit bei der Feuerwehr und seine Feuerwehr hatte vor langer Zeit ein viel größeres Einsatzgebiet zu betreuen, bedingt durch die damals noch schlechtere Technische Ausrüstung. Ein Gebiet dieser Größe könnte eine Feuerwehr alleine überhaupt nicht mehr betreuen. Alleine ist viele mittlerweile gar nicht mehr möglich. Es gilt ein Netz der besten Lösung zu finden.

Mag. Thomas Neuhauser:
Er selbst ist Feuerwehrneuling, durch seinen neuen Job veranlasst trat er der Feuerwehr Meidling Im Tale im Bezirk Krems bei.-Nach 17 Jahren Großstadtleben(in Wien).
Als er seinen Freunden erzählte, dass er zur Feuerwehr geht, hörte er ganz positive aber leider auch negative Wortmeldungen.
Die positiven fanden, dass die Feuerwehr eine tolle Sache sei, eine wichtige soziale Funktion habe und oftmals die letzte Institution im Ort ist als Bindeglied der Dorfbevölkerung.
Die negativen sahen die Feuerwehr als „Biersoldaten“.

Allgemeine Diskussion über den Standpunkt „Biersoldaten“, Umgang mit Alkohol vor allem bei/mit jüngeren Mitgliedern, Vergleich mit den Musikkapellen/Sportvereinen.-Gerade hier ist es eine Gratwanderung.
Das Gläschen Wein/Sekt bei der Fahrzeugsegnung kann bereits falsch bewertet werden.
Ebenso der Ansatzpunkt das viele Menschen/vorallem im urbanen bereich) sowieso von einer Berufsfeuerwehr ausgehen.


LBD Josef Buchta:
Er schlägt in die Kerbe das dem Volk mittlerweile egal ist wer hilft. Sie wollen nur möglichst schnell Hilfe, wer diese anbietet ist Ihnen egal. Die Feuerwehren können mittlerweile nur mehr gemeinsam wachsen.
Er hat seine eigene Meinung geändert, hatte selber eine kleine Angst vor seinem neuen „Job“. War aber positiv überrascht von dem ganzen Feedback. Er will alles sinnvoll gestalten, er will aufklären, dazu ist auch der neue Pressesprecher da.
Das alles funktioniert aber nur dann, wenn man Ideen sinnvoll steuert bzw. überbringt. Die Funktionäre wurden gewählt um Dienstleister zu sein und mittelfristig bei Problem Ansprechpartner zu sein.

Danach geht er auf den „Themenkatalog“ des Kamingespräch kurz ein.

Die Abschaffung der MWST ist nicht möglich, wurde in den Finanzgremien abgeklärt, wäre gegen die EU.
Neues Ziel des LFV könnte es sein, von der erhöhten MÖST(= Mineralölsteuer) einen Teil abzubekommen.
Die Feuerschutzsteuer wird, trotz Erhöhung der Abgabe, in Summe weniger Hoffnung hier ist, durch die gute Wirtschaftslage, das kurz und mittelfristig wieder mehr Geld in die Kassen kommt.

Ebenso wird Hoffnung in die neue Bundesregierung gesetzt, dass es endlich ein sinnvolles Modell der Dienstfreistellung gibt.

Zum Schluss des Kamingespräches erwähnt Buchta nochmals, dass wir alle freiwillig bei der Feuerwehr sind um im Dienst der Feuerwehr tätig zu sein und wir erstrahlen alle im gleichen Glanz und sollen nicht gegeneinander arbeiten.

Ende des Kamingespräches per 21:25

Es folgt die Übergabe eines Dankwimpels durch Walter Halbwax an die Gastgeber(Feuerwehrschule und Verband) samt anschließender Einladung des Landesbranddirektors auf einen kleinen Imbiss.
Im Rahmen dieses werden noch kleinere und größere Diskussionen bis 23:30Uhr geführt.


Protokoll: schmiddy & Thomas Neuhauser


Fotos vom Kamingespräch in unserer Galerie








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Publiziert am: 2007-01-30 (6973 mal gelesen)

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