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 Bericht zum Schneechaos in Deutschland 21/22 12. 2001

Einsätze AllgemeinSchneefälle sorgten in Deutschland für ein Schneechaos. Es wurde sogar Katastrophenalarm ausgelöst.

www.wax.at hat für euch in der Newsgroup de.ect.notfallrettung einen Bericht über den Einsatz gefunden.



Bereits am Freitag, den 21.12.2001 berichteten die Rundfunksender von
einem Stau auf der A9 Richtung Norden.
Dieser weitete sich im Laufe der Nacht auf eine Länge von ca. 120 km
aus. Durch den Rückstau wurde auch die A70 blockiert.



Wie kam es nun zu diesem Chaos.

1. Starke Schneefälle

2. starke Schneeverwehungen

3. mehrere LKW's blockierten die Fahrbahnen

4. viele Fahrzeuge waren mit Sommerreifen
unterwegs

5. Rettungsgassen wurden nicht gebildet

6. die Standspur wurde zugeparkt

7. wenn dann doch endlich mal eine Rettungsgasse frei wer wurde Sie
gleich wieder zugeparkt.



Der Winterdienst ist für dieses Chaos wohl nicht verantwortlich zu
machen.



Für das BRK im Landkreis Kulmbach begann der Einsatz am Freitag abend
mit der Alarmierung des FvD (Führer vom Dienst) um ca. 21:45. Bald
darauf wurden auch schon die SEG Sanität und Betreuung aktiviert. Im
Laufe der Nacht wurden dann noch sämtliche Bereitschaften mit
Einsatzfahrzeugen nachalarmiert.



Was zunächst als Betreuungseinsatz mit dem Verteilen von Tee und Decken
begann, entwickelte sich zusehens zu einem Kampf wegen die Naturgewalten
und unvernünftige Auto und LKW Fahrer. Die Versuche, den Verkehr von der
Autobahn herunterzuleiten quittierten die Reisenden (besser Stehenden)
mit hartnäckiger Verweigerung. Unsere Einsatzfahrzeuge kamen ebensowenig
durch wie der Winterdienst. Die Versorgung mit Tee und Decken mußte
größtenteils zu Fuß erledigt werden. Eine Versorgung über die
Gegenfahrbahn war nicht möglich, weil diese nicht gesperrt wurde. Eine
freie Rettungsgasse wurde von unvernünftigen Zeitgenossen wieder
zugeparkt, so daß einige RK-Fahrzeuge mehrer Stunden im Stau standen.
Der Nachschub mit Tee und Decken funktionierte bis zur Autobahneinfahrt
reibungslos. Dann war wieder Fußmarsch angesagt.


Das THW war die ganze Nacht damit beschäftigt, liegengebliebene
Fahrzeuge wieder flott zu machen. Die Berwacht war mit Motorschlitten an
der Autobahn unterwegs. Feuerwehren, DLRG und MHD waren ebenfalls
beteiligt. Die Bundeswehr stellte Räume und Verpflegung bereit. Noch in
der Nacht wurden mehrere Unterkunftsmöglichkeiten in benachbarten
Stadthallen geschaffen.



An medizinischen Notfällen gab es ein paar leichte Unterkühlungen. Hier
waren hauptsächlich Kleinkinder betroffen.



Am Samstag Morgen wurde dann in den Landratsämtern Kulmbach und Bayreuth
Katastrophenalarm ausgelöst. Da einige Reisende bereits mehr als 12
Stunden im Stau verbracht hatten und eine Entspannung der Situation
nicht in Sicht war setzte man mit diesem Schritt nun endlich alle Hebel
in Bewegung um das Chaos aufzulösen.



Die Sperrung der Gegenfahrbahn auf der A70 ermöglichte uns nun endlich
einen besseren Zugriff auf das 8 Kilometer lange Teilstück. Neben Tee
wurden nun auch Süßigkeiten verteilt. Auf der A9 lösten sich im Laufe
des Vormittags die Stauungen langsam auf. Gegen 14:00 war auch der
Verkehr auf der A70 wieder in Bewegung. Um 17:20 konnte der K-Alarm
beendet werden.




Quelle: de.ect.notfallrettung "A9 und A70 Katastophenalarm"
Autor:

Armin Schicker

Kreisbereitschaftsleiter

BRK KV Kulmbach



FeuerwehrObjektiv


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