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 Burgenland: Aufräumarbeiten nach den Unwettern dauern an (xxxxxxxxxxxxx)

Unwetter und Katastrophen
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Die Wetterereignisse der letzten Tage können durchaus als „extrem“ bezeichnet werden und es fällt uns auch wirklich sehr schwer, die folgenden Zeilen wie gewohnt sachlich und ohne Emotion zu schreiben.


Die massiven Regenfälle in der Region und die daraus resultierenden Überflutungen trafen den Bezirk Oberwart mit voller Wucht und Härte. Auch unser Stadtgebiet blieb nicht verschont und Wassermassen drangen vom Norden gen Süden. Die Einsätze am frühen Abend, sollten aber nur ein kleiner Vorgeschmack sein, auf das was auf uns zukommen sollte. Teile der Mannschaft der Stadtfeuerwehr wurden dann nach Riedlingsdorf verlegt, um die Kameraden vor Ort zu unterstützen. Nach einigen Einsatzadressen kehrten wir nach Oberwart zurück. Der im Feuerwehrhaus Oberwart eingerichtete Bezirksführungsstab (BFüSt) hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seine Arbeit aufgenommen und koordinierte die eingehenden Einsätze. Kurze Zeit drauf wurde das ULFA mit einer Gruppe nach Siget i. d. Wart beordert, um wiederum vollgelaufene Keller auszupumpen. SRFA, TLFA, ELF, MTF, KAT-LKW und KLFA verblieben im Ortsgebiet und erledigten die anfallenden Einsätze. Plötzlich kam für das SRFA der Einsatzbefehl zur Menschenrettung nach Unterschützen. Eine zweite Menschenrettung einer schwangeren Frau aus einem vom Wasser eingeschlossenen PKW, wurde auch von der Mannschaft durchgeführt. Zum Glück konnten diese Einsätze ohne Probleme absolviert werden, und alle beiden Personen sind wohlauf. Die Kameraden vor Ort leisteten Großartiges im Kampf gegen die Wassermassen.

Als unser SRFA auf dem Heimweg von Unterschützen nach Oberwart war, machten sie eine erschreckende Beobachtung. Das Hochwasser bahnte sich seinen Weg durch die Schauräume und Werkstätten eines Autohauses und überfluteten die Eisenstädterstraße. Ziemlich zeitgleich erreichte die Einsatzleitung Oberwart ein zutiefst beunruhigender Funkspruch unseres KLFA. Dieses war samt Mannschaft auf Inspektionsfahrt zu den neuralgischen Punkten der Gewässer. Obwohl die Stadtgemeinde Oberwart mit 2 LKW seit mehreren Stunden den Rückhalterechen an der Pinka ausräumte, wurde dieser allmählich überschwemmt. Die Wassermassen aus dem Norden hatten nun Oberwart tatsächlich erreicht und es spitzte sich die Lage in der Stadt bedrohlich zu.
Die Pinka trat im oberen Bereich der Wehrgasse über die Ufer und suchte sich ihren Weg über die Taubengasse. Das Gebiet um die Augartengasse und Resselgasse wurde dadurch teilweise überflutet. Der nächste Hotspot war dann der Wehoferbach. Dieser füllte sich rasch und trat im Bereich der Äckerflächen nördlich der Stadt über die Ufer. Das ULFA samt Mannschaft wurde dann gegen 4 Uhr morgens zurück in die Stadt Oberwart verlegt. Die Riedlingsdorferstraße mutierte zum Ausweichbachbett des Wehoferbaches und in kürzester Zeit war die B50 in den Kreuzungsbereichen mit der Wiesengasse und Bachgasse nicht mehr ohne Gefahr passierbar.

Als dann nach intensiver Beratung und Besprechung der Zivilschutzalarm für das Stadtgebiet ausgelöst und die Bevölkerung durch die Sirene aus dem Schlaf gerissen wurde, war dann auch dem letzten klar, dass dies kein „normaler“ Einsatz mehr ist.!

Auch uns gestandene Feuerwehrmänner mit zigfacher Einsatzerfahrung traf das ohne Vorwarnung mitten ins Herz. Zuzusehen wie große Teile unserer Stadt allmählich von den Wassermassen verschluckt werden, tat weh und ließ uns zugleich den kalten Schauer über den Rücken laufen. Aber noch viel mehr tat es uns leid, welche menschlichen Schicksale und Existenzängste sich in diesen schweren Stunden abspielten.
Dieser Machtlosigkeit folgte aber nicht Ohnmacht, sondern der eiserne Wille unsere Bevölkerung und unsere Stadt zu schützen. Eines sei aber auch erwähnt, Kameraden die selbst vom Hochwasser betroffen waren, standen ihren Mann im Einsatz. Die Angst um seine Lieben und um Haus und Hof begleitete jeden von uns, in jeder Sekunde unseres Wirkens.

Was wir an Kameradschaft, Opferbereitschaft, mentaler und physischer Stärke erleben und durchleben durften, kann seinesgleichen suchen. Wir können stolz sein, so einen Zusammenhalt zu haben wenn es drauf ankommt. Und wir können auch Stolz sein, Teil der „Familie Feuerwehr“ zu sein. Denn wir geben alles, nur nicht auf.
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Quelle und Bilder: Presse STF-Oberwart


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