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 : Einsatzübung Krankenhaus Krems (xxx)

Übungsberichte und Ausbildung

Foto: Christof Unfried

Die Betriebsfeuerwehr Krankenhaus Krems hat am 7.4.2005 zu einer Einsatzübung im Krankenhaus Krems geladen. Diese Übung soll den Auftakt zu engeren Übungsintervallen darstellen. Folgerichtig stand daher am Anfang das grundsätzliche Abtasten der Einsatzmöglichkeiten, die Überprüfung der Alarmpläne und das Entdecken der elementaren Schwachstellen. Ob die Übungsserie in einer "realen" Evakuierungsübung gipfeln wird, soll die Zukunft zeigen. Hinweis: Bei dieser Übung wurde nicht mit echten Patienten, sondern mit Übungsdarstellern gearbeitet.

Übungsannahme war ein Brandausbruch in einem Bürotrakt, allerdings direkt unter der Außenstelle der Justizanstalt Stein. Der Rauch dringt in den Stiegenhausbereich, in der ausbrechenden Unruhe zerbricht ein Mitarbeiter in der benachbarten Krankenhausapotheke ein Fläschchen Zystostatika. Es wird Brandalarm ausgelöst, die Bezirksalarmzentrale alarmiert nach Alarmplan B4. Aufgrund des Schadstoffaustrittes fordert die BTF Krankenhaus bereits die Schadstoffgruppe an. Insgesamt 7 Personen sind in den beiden Einsatzabschnitten vermisst, weiters sind in der Außenstelle der Justizanstalt Stein ein Strafgefanger sowie Wachpersonal direkt über dem Brandherd kaserniert. Hier alarmiert der Diensthabende die Betriebsfeuerwehr Justizanstalt Stein und die Brandschutzgruppe der Justizanstalt Krems. Auch das Rote Kreuz wird alarmiert, da es grundsätzlich für Verletztentransporte (auch im Krankenhaus) zuständig ist.

Foto: Christof Unfried

Kommandant der Betriebsfeuerwehr Krankenhaus Bruno Würfel baut einen Meldekopf im Bereich des Portiers auf und übernimmt die Einteilung der Feuerwehrkräfte. Die Mitglieder der BTF Krankenhaus stehen als Einweiser, Lotsen und "Aufsperrer" bereit um die von außen eintreffenden Einsatzkräfte entsprechend zu unterstützen. Es werden zwei Einsatzabschnitte gebildet, auf der einen Seite mit dem Ziel der Menschenrettung und Brandbekämpfung, auf der anderen Seite die Menschenrettung und Stoffneutralisation.

Im Einsatzbereich Brandabschnitt gehen fast zeitgleich 4 Atemschutztrupps vor, die kurz danach durch weitere 2 AS-Trupps unterstützt werden. Dabei werden zwei C-Angriffsleitungen in das Stiegenhaus vorgenommen. Die Leitungen werden quer durch die Eingangshalle gebaut, die Haustechnik unterstützt hier durch das manuelle Abschalten der elektrischen Schiebetore (welche entgegen den Erwartungen nicht automatisch geöffnet bleiben). Die AS-Trupps retten 4 Personen mittels diverser Rettungsgeräte durch das Stiegenhaus, die Mitglieder der BTF Krankenhäuser bringen die Verletzten in die Notaufnahme (wo die ärztliche Versorgung stattfindet). Unter dem Schutz der eingesetzten Löschleitungen evakuiert der AS-Trupp der BTF Justizanstalt den Strafgefangenen, dieser wird von der Einsatzgruppe in die Justizanstalt Stein überstellt. Eine Verletzte wird von einem AS-Trupp auf das Flachdach evakuiert und dort mittels Drehleiter gerettet. Anschließend werden noch Entlüftungsmöglichkeiten geöffnet und mittels Druckbelüfter der (Kunst-)Rauch aus dem Stiegenhaus ventiliert. In diesem Bereich waren 9 AS-Trupps im Einsatz.

Foto: Christof Unfried

Im Einsatzbereich Schadstoff wird eine vorhandene Rauchschleuse genutzt um den Anmarschweg der Schutzanzügsträger zu verkürzen: Es wird eine Notdeko im Gebäudeinneren aufgebaut, zwei Trupps mit Vollschutzanzügen (Schutzstufe 3) dringen in den mit Zystostatika kontaminierten Bereich ein und retten zwei verletzte Personen, anschließend wird mit einem geeignetem Bindemittel der Stoffaustritt bekämpft. Die Trupps und die Geretteten werden dekontaminiert und dann evakuiert, dabei sind weitere Schutzanzugsträger (Schutzstufe 2) im Einsatz. In diesem Abschnitt sind 5 Trupps mit Atemschutzgeräte eingesetzt.

Anschließend wurde ein erstes Resumée gezogen (eine ausführliche Übungsaufarbeitung steht noch aus), die Übungsleitung zeigte sich mit dem Erfolg zufrieden. Die Zusammenarbeit mit den einzelnen (doch sehr unterschiedlich organisierten) Betriebsfeuerwehren funktionierte besser als erwartet (Die gleiche Ausbildung ist eben doch eine verbindende Gemeinsamkeit...), dennoch müssen diese Schnittstellen zwischen den Feuerwehren verbessert werden. Derartige Übungen sind die einzige Möglichkeit, dies zu realisieren und sind daher unumgänglich - genauso wie bei derartig sensitiven Objekten eine Betriebsfeuerwehr unumgänglich ist.

Negativ sind vor allem die extrem beengten Räumlichkeiten am Krankenhausgelände aufgefallen. Es sind praktisch keine Bewegungsflächen mehr vorhanden. Zahlreiche Rück- und Einbauten, Parkplätze, Grünanlagen und künstliche Engstellen erschweren das Abstellen der Einsatzmittel, Manövrieren ist Millimeterarbeit. Hier wird im Rahmen der Übungsnachbesprechung noch genau nachgedacht werden müssen, wie hier eine Verbesserung erzielt werden kann. Ein idealer Zeitpunkt auch heilige Kühe (Chefparkplätze?) zu schlachten...

Beim Übungsabschluß betonte Bezirksfeuerwehrkommandant Walter Harauer die Wichtigkeiten der Betriebsfeuerwehren und bedankte sich, ebenso wie Abschnittsfeuerwehrkommandant Wolfgang Schön und Betriebsfeuerwehrkommandant Bruno Würfel, bei den teilnehmenden Mitgliedern der freiwilligen (Betriebs-)Feuerwehren für ihren Einsatz. Anschließen lud die BTF zum reichhaltigen kalten Büffet - ein Umstand der vor allem die ausgelaugten Schutzanzugsträger wieder aufmöbelte...

Eingesetzte Kräfte:
124 Feuerwehrmitglieder
davon 14 Atemschutztrupps
17 Feuerwehrfahrzeuge
6 Mitglieder Rotes Kreuz
3 RK-Fahrzeuge


Weitere 50 Fotos auf www.feuerwehr-krems.at

Homepage der FF Krems



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