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 Kärnten: GROSSBRAND in Klagenfurter Baumarkt II (xxxxxx)

BrandeinsätzeFOTO: FF Ebenthal

Am Samstag, dem 21. Mai 2005 wurde der Himmel über Klagenfurt gegen 16:30 Uhr durch eine schwarze Rauchwolke, die man über 30 Kilometer weit sah, verdunkelt. Die Lagerhalle eines Bau- und Gartenmarktes im Süden Klagenfurts stand innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand.

Gegen 16:25 Uhr schlug ein Brandmelder in der, zum Verkaufsgebäude angebauten Lagerhalle, Alarm. Beim Eintreffen des Bereitschaftszuges der BF Klagenfurt drei Minuten nach dem Anschlagen des Brandmelders, schlugen bereits meterhohe Flammen aus dem Dach der Halle. Die Brandausbreitung war in diesem Moment enorm. Aufgrund dessen wurde gegen 16:30 Uhr Bezirksalarm im Bezirk Klagenfurt Stadt gegeben. Auch das Rote Kreuz löste Bezirksalarm aus und war vor Ort mit Bezirksrettungskommandant Helmut Sagerschnig in Bereitschaft. FA Dr. Dieter Kopper war zurzeit als Kunde im Baumarkt anwesend. Er sorgte für eine rasche Evakuierung des Verkaufsgebäudes. In der ersten Alarmierungsphase standen die Berufsfeuerwehr Klagenfurt mit neun Freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes Klagenfurt Stadt im Einsatz. Tonnen von brennbaren Material und genügend Sauerstoff förderten die Brandausbreitung erheblich. Als Sicherheitsmaßnahme wurden die Wohnhäuser rund um das Gelände des Baumarktes evakuiert und über Radio das Schließen der Fenster im Bereich von Klagenfurt angeordnet.

FOTO: FF Ebenthal

Schließlich wurde auch das Atemschutzfahrzeug und das GSF des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes, sowie der Landeschemiker Dr. Polzer angefordert. Gegen 17:10 wurde von der Einsatzleitung beschlossen, umliegende Feuerwehren der Stadtrandgemeinden anzufordern. Nach dem die FF Ebenthal als erste Feuerwehr aus dem Bezirk Klagenfurt Land eintraf, hatte sich das Feuer schon ins Propangaslager vorgefressen. Über eine halbe Stunde lang gab es fast schon im Minutentakt immer wieder Detonationen im Bereich des Propangaslagers. Die Teile der explodierten Gasflaschen wurden bis zu 300 Meter weit weggeschleudert. Zahlreiche Häuser wurden beschädigt. Im Vorfeld des Einsatzes fanden immer wieder Lagebesprechungen der Einatzleitung mit der Firmenleitung, den Einsatzleitern des Roten Kreuzes und der Polizei statt. Auch LH Dr. Jörg Haider, BGM Harald Scheucher und zahlreiche Gemeindevertreter machten sich ein Bild vor Ort.

FOTO: FF Ebenthal

Während sich der Einsatz der Klagenfurter Wehren auf den Bereich der Lagerhalle konzentrierte, wurden die Freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes Klagenfurt Land Villach Land und St. Veit an der Glan mit der Verteidigung des Verkaufsgebäudes beauftragt. Das Feuer hatte sich bereits von der Lagerhalle auf den Verkaufsraum ausgebreitet. Das TLFA 2000 Ebenthal fungierte als „Verteiler“ für den Einsatz am Verkaufsgebäude. Drei B – Leitungen mit je zwei C – Rohren wurden vom TLFA 2000 Ebenthal vorgenommen. Im Innenangriff wurden vier C – Rohre benötigt, im Außenangriff über das Dach des Verkaufsgebäudes zwei C – Rohre. Vom RLFA 2000 Poggersdorf wurde mit der Drehleiter des KLFV ein Wenderohr betrieben. Die ausgezeichnete Zusammenspiel der Feuerwehren Ebenthal, Zell - Gurnitz, Timenitz und Poggersdorf half dabei mit, das Verkaufsgebäude erfolgreich zu verteidigen. Die Lagerhalle, in der Düngemittel, Farben, Lacke, lösungsmittel, Kunststoffe, Holzprodukte, Rasenmäher, und diverse Elektrogeräte gelagert waren, und die Tischlerei, in der immer wieder aufflammende Spanplatten und Bretterstapel große Probleme bereiteten, wurden völlig vernichtet.

Wasserversorgung
Ein großes Problem stellte die Wasserversorgung dar. So musste das TLFA 2000 Ebenthal und das RLFA 2000 Poggersdorf mit dem ÖLAF der FF Klagenfurt - St. Ruprecht (10000 lt.), und den TLFA 2000 der Feuerwehren Köttmannsdorf, Timenitz, Klagenfurt – Emmersdorf, St. Veit an der Glan, Velden am Wörthersee, St. Peter und einem Hydrant in etwa 350 Meter Entfernung gespeist werden. Die an der Südseite bzw. Lagerhalle positionierten Klagenfurter Feuerwehren Viktring, Haidach, St. Ruprecht, St. Martin, Wölfnitz und die Berufsfeuerwehr speisten sich vom Hydrantennetz und einem 30.000 lt. – Tankwagen. Im Norden und Westen des Gebäudes waren u.a. die Feuerwehren Maria Saal, Pischeldorf, Krumpendorf, Pörtschach, Maria Rain, St. Georgen am Sandhof und Kalvarienberg mit ihren Tanklöschfahrzeugen im Einsatz. Die Wasserversorgung vom Hydrantennetz aus wurde von den Löschfahrzeugen dieser Wehren und der FF Unterferlach sichergestellt.

FOTO: FF Ebenthal

Atemschutz
Das Atemschutzfahrzeug des KLFV und das GSF des KLFV bildeten den Atemschutzsammelplatz, der von den Mitarbeitern der Atemschutzwerkstätte des KLFV, OBI Ewald Kribitz und HBM Siegfried Wigoutschnig, bedient wurde. Beim Atemschutzsammelplatz wurde den Atemschutzträgern auch die Möglichkeit gegeben, sich auszuruhen und genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Atemschutztrupps waren bis zu 5! Mal im Gebäude!!! Vom Atemschutzfahrzeug des KLFV vor Ort wurden 700 Pressluftflaschen gefüllt. Zusätzlich wurde die Atemschutzwerkstätte des KLFV vom LF Ebenthal und die BF – Wache mit dem TLF - alt Hauptwache mit leeren Pressluftflaschen bedient, um die große Anzahl von leeren Flaschen wieder auffüllen zu können. Daneben wurde der gesamte Vorrat an Atemschutzmasken und Pressluftatmern im ATS Fahrzeug und GSF des KLFV für diesen Einsatz aufgebraucht. Parallel dazu wurde nach dem Abbau des Atemschutzsammelplatzes um ca. 03 Uhr die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt.

FOTO: FF Ebenthal

Gefahren und Probleme
Eine Große Gefahr für die Atemschutztrupps waren die Explosionen im Propangaslager, sowie immer wieder einstürzende Decken. Auch die enorme Hitzeentwicklung und die Explosion in einem Raum, in dem Feuerwerkskörper lagerten, zwangen die Einsatzkräfte zum Rückzug. Auch die zahlreichen Atemschutzeinsätze der Mannschaft, manche Trupps wurden bis zu fünf mal eingesetzt, waren eine große Belastung. Sieben Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt und vom Roten Kreuz, das permanent in Alarmbereitschaft stand, ins LKH Klagenfurt gebracht. Positiv muss angemerkt werden, dass die Polizei das Problem mit den Schaulustigen in einem großen Umkreis rund um den Einsatzort im Griff hatte. Trotzdem waren viele Zufahrtswege wegen der zahlreichen Schaulustigen versperrt.

Einsatzende
Gegen 20:30 hatte man den Brand größtenteils unter Kontrolle, so dass die Feuerwehren aus den Nachbarbezirken, außer Ebenthal mit TLFA 2000, LF und vier Atemschutztrupps und Zell Gurnitz mit TLFA 2000 und einem Atemschutztrupp, abrücken konnten. Immer wieder aufflammende Glutnester, vor allem in der Tischlerei, mussten ständig abgelöscht werden. Die Feuerwehren Ebenthal und Zell Gurnitz rückten um ca. 02 Uhr wieder in ihre Rüsthäuser ein. Zahlreiche Klagenfurter Feuerwehren standen über die Nacht am Einsatzort in Bereitschaft. Die FF St. Ruprecht konnte als letzte Feuerwehr am Sonntagmorgen, dem 22. Mai, um ca. 10 Uhr abrücken.

FOTO: FF Ebenthal

Es geht weiter...
Verkaufsbetrieb mit vorhandenen Waren wurde mit dem Wochenbeginn wieder aufgenommen. Auf dem Parkplatz vor dem Baumarkt wurden Zelte aufgestellt. Die 130 Mitarbeiter der Firma helfen sowohl im Verkauf, als auch bei den ersten Aufräumarbeiten mit. Die Brandursache ist noch unklar, doch schon am Tag nach dem Brand gingen die Ermittlungen in Richtung Brandstiftung, wie etwa beim Großbrand in einer Lagerhalle am 28.04.2005. Der Schaden wurde mit 9 Millionen EURO beziffert.

Insgesamt standen 30 Feuerwehren der Bezirke Klagenfurt Stadt, Klagenfurt Land, St. Veit an der Glan und Villach Land mit über 500 Mann im Einsatz.

Mehr Bilder gibts auf der Homepage der FF Ebenthal


LM Stefan Krammer, FF Ebenthal


FeuerwehrObjektiv


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