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 : 220 Einsatzkräfte aus dem Bezirk Bruck/Leitha im Katastrophengebiet Dürnkrut (x)

KatastrophenhilfsdienstFOTO: BFKDO Bruck

Die verheerenden Zustände nach den Dammbrüchen in Dürnkrut und Umgebung erforderten schnelle Verstärkung der bereits seit Tagen im Einsatz stehenden lokalen Feuerwehrkräfte.

So wurde die 3. KHD-Bereitschaft am Dienstag, den 04.04.2006 um 09:30 Uhr, in Alarmbereitschaft versetzt.



Bemerkenswert ist jedes Mal wieder die schnelle Verfügbarkeit und Flexibilität unserer Kameradinnen und Kameraden. Bereits 6 Stunden nach der Alarmierung rückten über 220 Einsatzkräfte zum Sammelplatz nach Bad Deutsch Altenburg aus. Unter der Leitung von Hauptbrandinspektor Peter Kremsner trafen die Kräfte mit ihren 41 Fahrzeugen gegen 18:00 Uhr in der Feuerwehrzentrale in Gänserndorf ein, wo die jeweiligen Einsatzbefehle an die Kommandanten erteilt wurden.

Schwerpunkte der Einsätze waren in Dürnkrut, Mannersdorf an der March, Stillfried, Angern an der March und Drössing, welche von den Dammbrüchen besonders stark betroffen waren.

Neben Sicherungsarbeiten der bereits brüchigen Dämme durch das Stützen mit tausenden Sandsäcken fanden die 53 Schmutzwasserpumpen und 13 Tragkraftspritzen (Förderpumpen) vorwiegend ihren Einsatz beim Auspumpen von bereits überfluteten Einfamilienhäusern. Die 25 Notstromaggregate lieferten hierzu die notwendige Energie.

Die im vergangen Jahr angeschafften Hochleistungspumpen bestanden ihre Feuertaufe einwandfrei.

Um 2 Uhr morgens kam es zu einer drastischen Wende. Das bis dato kontrollierbare Sichern des Dammes in Stillfried geriet durch einen Dammbruch in der rund einen Kilometer entfernten Nachbarortschaft Grub kurzzeitig außer Kontrolle. Aufgrund der akuten Gefährdung der Zivilbevölkerung und auch der rund 60 Einsatzkräfte wurde sofort "Gefahr in Verzug" gegeben. Die sofortige Räumung des Einsatzgebietes innerhalb weniger Minuten musste durch den Kommandanten veranlasst werden. Die Bevölkerung in Grub wurde mittels Zivilschutzalarm von der drohenden Gefahr informiert.

Nach dem Rückzug der Einsatzkräfte erfolgte die Erkundung durch das Bereitschaftskommando. Die Sicherungsarbeiten am Ortseingang konnten aufgrund der drohenden Gefährdung der Einsatzkräfte nicht mehr fortgesetzt werden. Vielmehr wurde ein zweiter Behelfsdamm rund 300 Meter ortseinwärts errichtet um mögliche eindringende Wassermassen durch den Dammbruch zu verhindern.

Ungefähres Einsatzende der Brucker Bereitschaft war am 05.04.2006 gegen 11:00 Uhr.

www.bfkdo-bruck.at



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