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 Kärnten: Übung im Fire-Dragon

Übungsberichte und AusbildungFOTO: Kapelari

Am 8. und 9.11.2003 fand beim Feuerwehrhaus Zell Gurnitz eine Übung im Brandcontainer der Fa. Dräger statt .
Organisiert von Landes - und Bezirksbeauftragten für Atemschutz Josef Wieser und Abschnittsfeuerwehrkommandant ABI Josef Matschnig .
Diese Art von " heißer Übung" für Freiwillige Feuerwehren konnte in Kärnten das erste mal beübt werden .

Der Brandcontainer Fire Dragon 3 ist einer in Modulbauweise aufgebauter Sattelschlepperaufleger .
Mit der Bauweise ,die zur Verfügung stand , konnten mehrere verschiedene Innenbrände simuliert werden . Die Anlage wird von einem Bedienstand aus gesteuert und mit Gas betrieben .

Herr Ing. Franz Schifrer von der Firma Dräger erklärte uns den Brandcontainer so .
In dem Container können sich die Atemschutztrupps an die Temperaturen , die bei Einsätzen herrschen , gewöhnen .
Weiters wird das richtige Steigen auf Leitern , das Öffnen von Türen ,Bekämpfen von Flashover , das Verhalten der Atemschutztrupps in brennenden Räumen , und verschiedenes mehr geübt .Es können immer wieder verschiedene Situationen durchgespielt werden .
Es ist uns schon klar , dass jeder Einsatz anderes ist und nicht alles so simuliert werden kann was man im Einsatz vorfindet , aber es kommt der Einsatzbelastung für Atemschutzträger sehr nahe .

  • Einige Daten :
    In den 2 Tagen gingen 82 Atemschutztrupps , in 15 min Takt , durch den Brandcontainer .
    Am 1. Tag war der Abschnitt Grafenstein an der Reihe , am 2. Tag stand der Container Feuerwehren aus dem Bezirk Klagenfurt Land , Klagenfurt und der FF St .Veit / Glan zur Verfügung .
    Es wurden 40 Propan Flaschen a? 33 kg verbraucht .
    Die Temperatur im Inneren betrug in 1m Höhe gemessen ca. 250 ° und steigerte sich im Deckenbereich bis 700 °
    6 verschiedene Brände in 3 Räumen wurden simuliert .

  • ABI Josef Matschnig zu den Erkenntnissen aus diesen Wochenende :
    Diese Art von Übung ist eine sehr tolle Sache , die 244 Atemschutzträger wurden dabei bis an Ihre körperlichen und geistigen Grenzen belastet .
    Dies ist nichts anderes , wie sie es bei Einsätzen auch durchleben können und müssen .
    Fehler von einzelnen oder des gesamten Trupps werden schonungslos aufgezeigt . Auch ausrüstungstechnisch zeigt es , dass in den letzen Jahren die Anschaffung der neuen Einsatzbekleidung ein richtiger Weg war ,aber kleine Verbesserungen wie die Brandschutzhaube und die neue Generation von Handschuhen sind bei vielen Feuerwehren noch nicht vollzogen .
    Von den Kameraden wurde dieses Training sehr gut aufgenommen und es wurde angeregt diese Art von Üben wieder durchzuführen .

  • Persönliche Gedanken eines Atemschutzträgers .
    Als ich von dieser Übung erfuhr , war mir sofort klar : Da muss ich dabei sein. Der Tag kam näher die Gedanken wurden mehr. Was erwartet mich? Werde ich es durchhalten, bin ich dem gewachsen ?

    Der Tag war da und ich stieg als Strahlrohrführer die 4 Meter auf der Außenleiter rauf . Die erste Aufgabe war die Eingangstür zu kühlen , der zweite Mann machte die Tür einen Spalt auf , Feuer von unten . Ich gab einige Sprühstöße in den Stiegenabgang , die Tür wurde geschlossen , jetzt musste der Wasserdampf einige Sekunden wirken . Von nun an wurde es ernst : Tür auf , löschend über die Stiege runter . Die ersten Schritte waren eine große Überwindung , die Feuerzungen schlugen von unten rauf bis zur Hüfte .
    Die Sicht war sehr schlecht , aber man konnte die Stufen ausmachen .
    Jetzt am Ende der Stufen angelangt ein Schritt und er ging ins Leere .
    Mich schmiss es drei Stufen runter , am Ende war eine Tür , dadurch fiel ich nicht ganz so weit . Mein erster Fehler: Wenn man nichts sieht und die Gegebenheiten nicht kennt muss man sich rückwärts über dieStufen langsam vortasten .
    Aber ich musste weiter löschen, unter der Stiege brannte es immer noch und meine Kameraden standen darauf . Gut jetzt war das Feuer aus .

    Nächste Aufgabe eine Tür , dahinter brannte es wahrscheinlich .
    Tür öffnen , ja da brannte ein Sofa , Sicht war halbwegs ,ich zielte auf die Brandstelle und übersah vor lauter Eifer über mir einen Flashover .
    Der nächste Fehler , meine Kameraden , die noch auf der Stiege waren haben in voll abgekriegt .
    Wir rücken alle drei mit Sprühstrahl weiter vor , auf der Decke kam wieder ein Flashover , jetzt sofort das Strahlrohr nach oben - das Sofa war jetzt nicht so wichtig .Während ich den Sofabrand weiter bearbeitete ,wurde ich aufmerksam gemacht ,dass unser Rückzugsweg die Stiege wieder brannte . Nun war der Schwerpunkt natürlich die Stiege (den Rückweg ) freizuhalten . Nächster Fehler: In dem engen Raum hätte ich das Strahlrohr dem dritten Mann geben sollen , weil er viel näher bei der Stiege war und die Lage sicher besser und leichter handhaben hätte können .
    In dieser Gangart ging es weiter . 1/3 hatten wir schon , später wechselten wir die Positionen innerhalb des Trupps .
    Draußen angelangt waren wir stolz , dass wir die Feuerhölle hinter uns hatten . Ich würde jederzeit wieder in so einen Brandcontainer , denn so gefordert ,und dies in 10 min , wurde ich beim Atemschutz noch nie bei einer Ausbildung .


    Text & Foto: Kapelarie Jörg


  • Mal was anderes beim FEUERWEHRAUSFLUG?


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