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 : Internationaler Test für Rotkreuz-Suchhundeteams - Sieben Suchhundeteams stellen sich der Pr&uu

Übungsberichte und Ausbildung
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Von 1. bis 3. Oktober stellen sich sieben Rotkreuz-Suchhunde-Teams – sechs davon aus Niederösterreich und eines aus der Steiermark – dem sogenannten „Mission Readiness Test“, der Überprüfung für den Auslandseinsatz. Bei dieser Prüfung müssen die Hundeführer_innen und ihre Vierbeiner auf dem Übungsgelände des Bundesheers bei Wiener Neustadt – dem „Tritolwerk“ ihre Fähigkeiten unter erschwerten Bedingungen und nach internationalen Richtlinien unter Beweis stellen.

„Diese Überprüfung ist die schwierigste, die ein Suchhundeteam zu bewerkstelligen hat und ich bin stolz darauf, dass insgesamt fünf Teams die Prüfungen geschafft haben und damit nicht nur in Österreich, sondern sogar auch im Ausland in den Einsatz gehen können“, erklärt Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich. Um für diese körperlich und psychisch anspruchsvollen Einsätze auch tatsächlich gerüstet zu sein, gehört zu der intensiven Ausbildung der Suchhunde-Teams auch der umfangreiche „Mission Readiness Test“. Bei erfolgreichem Absolvieren der Einsatzprüfung qualifizieren sich die Teams für Auslandseinsätze.

„Intensives Training ist der Schlüssel zur Teilnahme an Einsätzen, doch bis dahin ist es ein langer Weg. Rund zwei bis drei Jahre dauert die Ausbildung eines jungen Hundes“, erklärt Erwin Schume, Landeskoordinator Rotkreuz-Suchhunde Steiermark. „Ist das Team einsatzbereit, geht es dennoch mit kontinuierlichem Training weiter – regelmäßig zwei bis drei Mal pro Woche. Diese Prüfung heute ist eine der schwierigsten überhaupt.“

An diesem Wochenende stellten sich sieben Teams dem Test – für die Organisation der Übungen waren insgesamt rund 60 Personen im Einsatz, davon waren alleine 45 Figuranten beteiligt, die von den Suchhundeteams in den unterschiedlichsten Szenarien gefunden und gerettet werden mussten. Die Teilnehmer_innen mussten mit ihren Tieren mehrere Stationen absolvieren und wurden dabei nicht nur von fünf österreichischen, sondern auch von vier Bewerter_innen der Internationalen Rettungshundeorganisation IRO beurteilt. „Werden alle Aufgaben gemeistert, erhalten die Hundeführer_innen und ihre Partner mit der kalten Schnauze die Freigabe, bei Auslandsmissionen teilzunehmen und im Sinne des Rotkreuz-Grundsatzes der Menschlichkeit jene Hilfe zukommen zu lassen, die sie gerade am meisten benötigen“, meint Schume.

Aufgaben in Österreich
Die Suchhundestaffeln des Roten Kreuzes werden gerufen, wenn ein Mensch vermisst wird und eine erste Suche erfolglos blieb. Die auch unter erschwerten Bedingungen hohe Erfolgsrate führen die Rotkreuz-Suchhundeführer_innen u.a. auf ihre gut ausgebildeten Tiere zurück – denn dank dem ausgeprägten Geruchssinn der vierbeinigen Kollegen konnte schon vielen Menschen rechtzeitig geholfen werden. Weltweit sind Suchhunde vor allem bei Katastrophen wie Erdbeben oder Gebäudeeinstürzen.

National werden die Suchhunde am häufigsten für die Flächensuche eingesetzt. Dabei werden meist Menschen gesucht, die aufgrund von Krankheiten oder Unfällen nicht nach Hause gekommen sind – oder auch ältere Personen, die nicht mehr zurückfinden. Aber auch für die Trümmersuche wird trainiert, beispielsweise zur Suche nach vermissten Personen nach Gebäudeeinstürzen, Gasexplosionen oder nach Erdbeben. Auf dem anspruchsvollen Übungsgelände im 1916 errichteten und im Krieg zerstörten „Tritolwerk“ finden sich zahlreiche Trümmerfelder. Diese Anlage des Bundesheeres, die dankenswerter Weise dem Roten Kreuz immer wieder zu Übungen und Ausbildungszwecken zur Verfügung gestellt wird, eignet sich daher besonders als Übungsgelände für Katastrophenhilfeeinheiten.
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Quelle und Bilder: Sonja Kellner, http://www.roteskreuz.at/noe


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