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 : Projekt Telenotarzt in Niederösterreich ausgeweitet: Bereits 50 reale Einsätze absolviert

News von den Rettungsorganisationen
wax.at News
Höchst erfolgreich entwickelt sich das Projekt Telenotarzt beim Roten Kreuz Niederösterreich. 50 reale Einsätze wurden bereits absolviert.



Zum Einsatz kommt der Telenotarzt/die Telenotärztin, wenn Rotkreuz-Sanitäter:innen vor Ort dringend Unterstützung durch einen Notarzt oder eine Notärztin benötigen – beispielsweise, wenn sich der Gesundheitszustand von Patient:innen plötzlich dramatisch verschlechtert. „Das Thema hat gerade auch durch die Pandemie zusätzlichen Aufwind erhalten, wenn es auch eine große Herausforderung ist, das Projekt neben den akuten Themen weiterzuentwickeln“, erklärt Chefarzt und Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Dr. Berndt Schreiner, Rotes Kreuz Niederösterreich.

„Ziel des Projektes Telenotarzt ist es, bei Bedarf den Patient:innen vor Ort noch schneller helfen zu können“, betont auch Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Mit diesem innovativen Ansatz kann ein Notarzt bzw. eine Notärztin online zur Beratung beigezogen werden, dadurch wird die ärztliche Versorgung in der Notfallrettung deutlich beschleunigt.“ Bis dato konnten bereits 50 reale Einsätze durch das Projekt Telenotarzt unterstützt werden, das Hauptgewicht lag dabei in der EKG-Beurteilung. Außerdem wurden mehrere Einsätze durch den Telenotarzt/die Telenotärztin betreut und begleitet, während ein:e Patient:in ins Krankenhaus gebracht wurde.

Aufhorchen ließ das Rote Kreuz Niederösterreich erstmals im November 2020 mit dem Start des Projektes „Telenotarzt“. Seitdem konnten bereits neun Standorte aktiviert werden. An der Entwicklung vier weiterer Stützpunkte wird derzeit gerade gearbeitet. „Wir haben aktuell sechs ehrenamtliche Telenotärzt:innen und rund 170 Notfallsanitäter:innen, die mit dem System vertraut sind“, meint Schreiner. Das Telenotarzt-System wird derzeit an den neun Standorten immer dann aktiviert, wenn sich eine:r der Telenotärzt:innen anmeldet. Dann werden die Sanitäter:innen informiert, dass sie auf diese Personalressource zugreifen können. „Dabei ist es unabhängig davon, wo der Arzt bzw. die Ärztin tatsächlich sitzt, sie können standortunabhängig zur Beratung zugezogen werden“, erklärt der Chefarzt.

„Wir arbeiten intensiv daran, ein eigenes Schulungsprogramm ‚Telemedizin für Notfallsanitäter:innen‘ zu entwickeln, um unsere Mitarbeiter:innen künftig noch einfacher und schneller auf dieses System ausbilden zu können“, sagt Landesrettungskommandant Wolfgang Frühwirt, Rotes Kreuz Niederösterreich. Der Telenotarzt/die Telenotärztin solle künftig als Säule der präklinischen Versorgung fungieren.

Die technische Umsetzung
Im Rahmen des Pilotbetriebes wurden mehrere technische Umsetzungsmöglichkeiten getestet. Aktuell arbeitet das Rote Kreuz Niederösterreich mit dem System corpuls.mission, das einen sehr einfach Zugang sowohl für die Sanitäter:innen als auch für die Ärzt:innen bietet. Die Sanitäter:innen können sich vor Ort mit dem Smartphone oder Tablet mit dem Telenotarzt/der Telenotärztin verbinden. Diese:r sitzt vor dem Laptop oder Tablet und kann entweder Browser-basiert oder via App mit den Sanitäter:innen kommunizieren und auf die notwendigen Daten zugreifen. „Dabei ist uns der Datenschutz selbstverständlich sehr wichtig“, meint Schreiner. „Bei der Software handelt es sich um ein zertifiziertes Medizinprodukt, das die notwendigen Voraussetzungen schafft. Zudem werden auch keinerlei Daten am Endgerät gespeichert. Wir arbeiten mit Jurist:innen ebenso zusammen, wie mit Datenschutz-Expert:innen, um hier alle notwendigen Schritte und Vorgaben erfüllen zu können.“

Ein eigener Projekt-Beirat bestehend aus Expert:innen der Ärztekammer Niederösterreich, der Landesgesundheitsagentur, der NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft, von 144 Notruf Niederösterreich, des Roten Kreuzes Niederösterreich sowie einem Ethik-Experten wurde für das gesamte Projekt einberufen, um hier von Anfang an alle wichtigen Fragen der Umsetzung abdecken zu können. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt zudem durch einen Medizinanthropologen der Universität Wien, um die Rahmenbedingungen und Erfahrungen noch besser auswerten zu können.

Wenn Unterstützung gefragt ist
„Der Einsatz innovativer telemedizinischer Techniken stellt eine Verbesserung der präklinischen Notfallversorgung und einen effizienteren Einsatz von damit verbundenen Personal- und Sachressourcen in Aussicht“, meint Schmoll. Hinzugezogen wird der Telenotarzt/die Telenotärztin vor allem dann, wenn es etwa um die Beratung und Unterstützung der Rettungssanitäter:innen bei nicht kritischen Patient:innen geht. Aber auch, wenn sich der Zustand von Patient:innen plötzlich verschlechtert, kann dieses System das Intervall bis zum Eintreffen des/der nachgeforderten Notarztes/Notärztin verkürzen.

„Ziel ist es, dass das nichtärztliche Rettungsdienstpersonal am Einsatzort jederzeit in Echtzeit mit dem Telenotarzt/der Telenotärztin kommunizieren und ihn/sie in den laufenden Versorgungsprozess einbinden kann“, so Dr. Schreiner. „Gerade auch die Corona-Pandemie hat uns vielfach gezeigt, wie wichtig es ist, die bereits bestehenden innovativen Möglichkeiten zu nutzen, um Menschen bestmöglich versorgen zu können. Der/die Patient:in oder die Angehörigen werden jedenfalls vor der Zuschaltung des Telenotarztes/der Telenotärztin über diese Maßnahme aufgeklärt und um Einwilligung gebeten. Der Kontakt wird nach erfolgter Zustimmung aktiv von der Besatzung des sich vor Ort befindenden Rettungswagens hergestellt.

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Quelle und Bilder: Sonja Kellner; www.roteskreuz.at/noe


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